Freitag, 17. Mai 2019
1. Brief an meinen Missbraucher
jvs, 17:27h
Hallo Klaus,
ich halte das Schweigen nicht mehr aus, egal welche Versprechen du mir einst abgerungen hast. Ich drehe noch durch. Es vergeht kein Tag, in dem ich nicht an die schmerzhafte, teilweise brutale Vergangenheit mir dir erinnert werde. Es ist soweit das Thema sexueller Missbrauch an Kindern wird salonfähig. Täglich wird in den Nachrichten, in Sondersendungen usw. davon berichtet, darüber diskutiert, manchmal gemischt mit Betroffenheit, manches Mal nur mit Sensationsgier. Täglich werde ich schmerzhaft daran erinnert. Vor einigen Jahren ging es um Missbrauch in Internaten, Jugendheimen usw., z. Zt. Ist es die katholische Kirche. Du warst also immer in guter Gesellschaft: Priester, Erzieher, Lehrer: Immer Männer in Machtpositionen gegenüber Kindern. In welch einer Gesellschaft musste ich aufwachsen und muss ich jetzt leben. In einer Welt, in der Menschen so krank sind, dass sie ihre Machtlosigkeit/ Ohnmacht an Kindern (Schutzbefohlenen) in Form von Macht und Gewalt ausleben. Was für erbärmliche Kreaturen! Aber was dich zu deinem Verhalten getrieben hat, ist mir auch egal, du wirst es mir nicht mehr sagen… schließlich bist du schon über 37 Jahre tot, aber ich kaue noch immer an den Folgen. Ich werde dich an alles erinnern, vielleicht schämst du dich …, so wie ich mich jahrelang geschämt habe, für das was du mir körperlich angetan hast und mir dabei noch eingeflüstert hast, es sei meine Schuld.
Ich weiß noch wie alles begann, vor bald schon 50 Jahren. Ich wünschte mir so sehr einen Vater, meiner war weggegangen und wurde nicht mehr gesehen, dabei hatte ich so eine Sehnsucht nach einer vollständigen Familie. Meine Mutter erzählt, dass ich manches Mal wahllos Männer angesprochen habe, ob sie mein Papa sein wollen. Aber es war gar nicht nur für mich, ich spürte auch die Sehnsucht meiner Mutter nach einem Partner, nach einer Familie. Als geschiedene alleinstehende Frau hatte frau es 1970 auch in Berlin, schwer. Witwe wäre vielleicht besser gewesen, aber geschieden…
Und dann kamst du, in unser Leben. Als Untermieter zogst du ein. „Herrn Hartje“, wie ich dich nannte, ein netter langhaariger Mann. Du warst nett, auch zu mir, besser als der Freund, den meine Mutter zuvor gehabt hatte, mit dem ich immer in Konkurrenz stand, der von mir häufig entnervt war und den ich nur blöd fand. Aber die Geschichte mit ihm war vorbei, den wollte ich auch nicht als Vater. Mit dir war das anders, außerdem wohntest du ja schon bei uns, sehr praktisch. Ich kam immer wieder auf die Idee, dich zum Samstag- oder Sonntagsessen einzuladen. Beim ersten Mal war es bestimmt die Idee meiner Mutter gewesen, doch dann lud ich dich immer wieder ein und stellte meine Mutter vor vollendete Tatsachen. Sie fand das damals glaube ich nicht so lustig. Sie kochte für zwei und plötzlich sollte es für drei reichen.
Aber die Taktik ging auf, als ich eingeschult wurde mit knapp sechs Jahren, wart ihr schon irgendwie zusammen, auch wenn ihr noch nicht in einem Bett schlieft, solange ich das mitbekam. Doch du nähtest mir bereits meinen Rock um, so dass die Giraffen nicht auf mehr dem Kopf standen. Du warst ein Glücksgriff, wie ich immer dachte. Ulla wurde wieder fröhlicher und wir aßen immer öfter zusammen: Wie eine richtige Familie. Ich hatte es geschafft!
Schon bald verreisten wir auch gemeinsam, an die große Reise nach Marokko erinnere ich mich noch gut, wir besuchten mit dir meine Großmutter und zogen mit ihr nach Südfrankreich um. Ich durfte dich mittlerweile Klaus nennen und duzen, meine Großmutter nannte dich zwar auch Klaus aber sie siezte dich, während du sie Frau Galm nanntest und auch sieztest. Insgesamt war alles besser als früher. Meine Mutter litt zwar immer noch darunter, dass sie mir keinen richtigen Vater bieten konnte, aber ich war zufrieden und setzte alles daran diesen Zustand zu erhalten. Ja auch du strittest dich ab und an mit meiner Mutter, aber das war mit meinem leiblichen Vater auch so gewesen, nur bei euch flog kein Geschirr. Du wurdest mir ein Vater, wir waren eine Familie.
Und dann wurde es plötzlich und gleichzeitig schleichend anders. Es kam ein Abend, an dem meine Mutter weg musste, zu einem Termin, an sich nichts besonderes, das kam ab und an mal vor. Doch dieser Abend sollte so vieles verändern. Erinnerst du nicht noch, der Abend an dem alles begann. Ich sehe ihn noch wie heute vor mir, spüre noch den Stoff meines Nachthemdes auf der Haut, den Stoff der Tagesdecke, auf dem Bett meiner Mutter. Ich fühle auch noch die Gefühle von unangenehm bis Ekel. Mir ist dieser Abend noch so präsent, als sei er erst gestern gewesen. Der Abend an dem du mir eine große Schuld aufludst und mich in ein „Geheimnis“ verstricktes, aus dem es für mich kein Entrinnen mehr gab, bis heute.
Wir hatten Abendbrot gegessen und ich hatte mich „bettfertig“ gemacht, d.h. ich hatte mir mein Nachthemd angezogen und durfte ich noch die Nachrichten mit gucken, danach ging es traditionell ins Bett. Es war ein regulärer Abend, nur dass Ulla nicht anwesend war und du auf mich aufpasstest und als Erwachsener damit die Ansagen machtest. Alles verlief wie immer, nur hatte ich an diesem Abend Blähungen und pupste immer wieder vor mich hin und entschuldigte mich jedes Mal bei dir dafür. Irgendwann meintest du, du würdest mir einen Korken in den Po stecken, damit ich aufhöre. Beim nächsten Mal griffst du mir unter mein Nachthemd, ich war darunter nackend und du fummeltest an meinem Poloch herum. Ich fand es etwas unangenehm, lachte aber noch und balgte mit dir herum in dem Versuch mich von dir zu befreien. Doch du liest nicht mehr von dem imaginären Korken und meinem Po ab. Immer wieder überprüftest du meinen Hintern bzw. den Korken. Ich fühlte mich unwohl in meiner körperlichen Nacktheit unten herum und auch wollte ich nicht an so doofen Stellen, wie meinem Po und meiner Scheide angefasst werden. Das Spiel hörte aber auch nicht auf. Dann war es Zeit ins Bett zu gehen und ich beeilte mich ins Bad zu kommen, um mir noch schnell die Zähne zu putzen. Auf dem Rückweg, im Flur zu meinem Zimmer, fingst du mich erneut ab und griffst mir schon wieder unters Nachthemd. Ich wand mich und sagte dir auch irgendetwas, dass ich nicht mochte. Du fändest das doch auch doof. Ich tat so als wolle ich deine Hose öffnen und nestelte an seinem Gürtel herum. Dabei hätte ich mich nie getraut einem Erwachsenen einfach die Kleidung auszuziehen oder auch wegzunehmen. Doch irgendwie standst du plötzlich halbnackend, mit der Hose heruntergerutscht bis in die Kniekehlen, vor mir und dein Penis, so nannten die Großen ihren Pimmel, stand aufrecht vor mir. Die Situation war falsch, dass spürte ich instinktiv. Doch ich wusste nicht, was jetzt nicht stimmte und flüchtete erneut ins Bad.
Schon folgtest du mir und schnittest mir den Rückweg ab, indem du dich auf die Waschmaschine setztest und deine Beine auf das Waschbecken stelltest. Ich kam nicht weg! Und du saßest dort, noch immer mit heruntergelassener Hose und diesem riesigen Penis. Ich fand diese fleischige große Wurst eklig, sie war mir auch unheimlich und auch dieser schlaffe haarige Hautsack darunter, war einfach nur widerlich, fand ich.
Du verlangtest von mir, deinen Penis anzufassen und so, wie du es tatest, auf und ab zu streicheln. Ich wollte nicht. Ich flehte und bettelte dich an, es nicht tun zu müssen. Doch auch du betteltest und weintest fast. Du sagtest, dass es meine Schuld sei, dass dein Penis jetzt so groß sei. Du verlangtest von mir, dir zu helfen, damit der Pimmel wieder klein würde. Es war kaum zu ertragen für mich, dass du vor mir weintest. Ich wollte das nicht. Doch du liest mich nicht aus dem Bad heraus. Du versperrtest mir weiterhin den Ausgang. Dann verlegtest du dich auf Schimpfen mit mir, dass ich Schuld hätte an deinem großen Penis und dass ich mich nicht so anstellen solle. Schließlich wolle ich ja nicht, dass du es meiner Mutter erzähltest, was ich da angerichtet habe. Ich wusste nicht ein noch aus. Meine Mutter wollte ich keinen Kummer bereiten, in dem sie davon erfuhr, dass ich schon wieder eine Dummheit gemacht hatte. Jedes Mal wenn ich etwas Schlimmes gemacht hatte, oder keine guten Zensuren nach Hause brachte, war Ulla verzweifelt, schimpfte mit mir, drohte mit meiner Großmutter. Dann weinte sie und sagte, dass sie mich gar nicht mehr lieb haben könnte, wenn ich so schlecht sei. Das wollte ich auf keinen Fall, dass meine Mutter wieder verzweifelt war, wo sie sich doch immer so aufopferte für mich, wie sie regelmäßig betonte. Also gab ich irgendwann nach und war einverstanden dir zu helfen, wenn ich die fleischige Wurst nur nicht direkt anfassen musste. Also einigten wir uns auf eine leere Klopapierrolle und mit dieser Pappe umfasste ich dann deinen Penis. Es war mir so unangenehm, aber du hörtest wenigstens auf zu betteln und zu schimpfen. Außerdem war es ja meine Schuld, dass sein Penis so groß geworden war, also musste ich das tun. Gehorsam bewegte ich die Papprolle auf und ab. Das Gefühl in meiner Hand war unglaublich, die steife Pappe die unter dem Druck nachgab und darunter, da drinnen etwas lebendiges, fast wie ein Tier das man einquetscht. Außerdem sollte ich auch noch diesen haarigen Sack darunter anfassen, auch das wollte ich nicht. Du gabst dich dann mit einer Rundhaarbürste von dir zufrieden und ich musste dir die Haare dort unten nicht zu fest bürsten. Es dauerte eine Ewigkeit und mein Widerwillen wuchs, doch du hieltest meine Hand festumschlossen, so dass ich mich nicht entziehen konnte. Immer wenn ich bettelte, jetzt aufhören zu dürfen, verlangtest du, dass ich weiter machte, schließlich sei ich ja Schuld an allem. Hätte ich nicht gepupt, wäre dass alles nicht passiert. Nach einer gefühlten Ewigkeit flog plötzlich aus „deinem ekligen Tier“ in der Papprolle vorne mehrmals hintereinander etwas Weißes heraus, irgendeine Art Schleim, als hätte es aufs Waschbecken gepinkelt. Deine Körperspannung veränderte sich und auch dein Griff um meine Hand lockerte sich. Sofort entzog ich mich. Plötzlich liest du mich aus dem Bad und ich floh in mein Zimmer. Einige Zeit später kamst du zu mir ans Bett und wünschte mir wie immer, eine gute Nacht. Zusätzlich versprachst du mir meiner Mutter nichts davon zu erzählen, ich solle auch nichts sagen. Wir hatten jetzt ein Geheimnis und ein Geheimnis schützt man, in dem man darüber schweigt. Ich hatte gar keine Worte, für das, was ich an diesem erlebt hatte. Also schwieg ich und das für eine Ewigkeit.
Lange konnte ich an diesem Abend nicht einschlafen, ich war zu aufgewühlt. Das was ich erlebt hatte mit dir, fühlte sich nicht richtig an, aber du hattest ja gesagte, dass ich Schuld sei. Erwachsene hatten doch immer Recht, daran zweifelte ich nicht. Als ich hörte wie meine Mutter nach Hause kam, blieb ich still. Als sie in mein Zimmer guckte, stellte ich mich schlafend, was hätte ich ihr sagen sollen. So begann es damals, doch es sollte noch öfter passieren, dies war nur der Anfang und ich wusste glücklicherweise nicht wie bzw. das es weitergehen würde.
JVS
ich halte das Schweigen nicht mehr aus, egal welche Versprechen du mir einst abgerungen hast. Ich drehe noch durch. Es vergeht kein Tag, in dem ich nicht an die schmerzhafte, teilweise brutale Vergangenheit mir dir erinnert werde. Es ist soweit das Thema sexueller Missbrauch an Kindern wird salonfähig. Täglich wird in den Nachrichten, in Sondersendungen usw. davon berichtet, darüber diskutiert, manchmal gemischt mit Betroffenheit, manches Mal nur mit Sensationsgier. Täglich werde ich schmerzhaft daran erinnert. Vor einigen Jahren ging es um Missbrauch in Internaten, Jugendheimen usw., z. Zt. Ist es die katholische Kirche. Du warst also immer in guter Gesellschaft: Priester, Erzieher, Lehrer: Immer Männer in Machtpositionen gegenüber Kindern. In welch einer Gesellschaft musste ich aufwachsen und muss ich jetzt leben. In einer Welt, in der Menschen so krank sind, dass sie ihre Machtlosigkeit/ Ohnmacht an Kindern (Schutzbefohlenen) in Form von Macht und Gewalt ausleben. Was für erbärmliche Kreaturen! Aber was dich zu deinem Verhalten getrieben hat, ist mir auch egal, du wirst es mir nicht mehr sagen… schließlich bist du schon über 37 Jahre tot, aber ich kaue noch immer an den Folgen. Ich werde dich an alles erinnern, vielleicht schämst du dich …, so wie ich mich jahrelang geschämt habe, für das was du mir körperlich angetan hast und mir dabei noch eingeflüstert hast, es sei meine Schuld.
Ich weiß noch wie alles begann, vor bald schon 50 Jahren. Ich wünschte mir so sehr einen Vater, meiner war weggegangen und wurde nicht mehr gesehen, dabei hatte ich so eine Sehnsucht nach einer vollständigen Familie. Meine Mutter erzählt, dass ich manches Mal wahllos Männer angesprochen habe, ob sie mein Papa sein wollen. Aber es war gar nicht nur für mich, ich spürte auch die Sehnsucht meiner Mutter nach einem Partner, nach einer Familie. Als geschiedene alleinstehende Frau hatte frau es 1970 auch in Berlin, schwer. Witwe wäre vielleicht besser gewesen, aber geschieden…
Und dann kamst du, in unser Leben. Als Untermieter zogst du ein. „Herrn Hartje“, wie ich dich nannte, ein netter langhaariger Mann. Du warst nett, auch zu mir, besser als der Freund, den meine Mutter zuvor gehabt hatte, mit dem ich immer in Konkurrenz stand, der von mir häufig entnervt war und den ich nur blöd fand. Aber die Geschichte mit ihm war vorbei, den wollte ich auch nicht als Vater. Mit dir war das anders, außerdem wohntest du ja schon bei uns, sehr praktisch. Ich kam immer wieder auf die Idee, dich zum Samstag- oder Sonntagsessen einzuladen. Beim ersten Mal war es bestimmt die Idee meiner Mutter gewesen, doch dann lud ich dich immer wieder ein und stellte meine Mutter vor vollendete Tatsachen. Sie fand das damals glaube ich nicht so lustig. Sie kochte für zwei und plötzlich sollte es für drei reichen.
Aber die Taktik ging auf, als ich eingeschult wurde mit knapp sechs Jahren, wart ihr schon irgendwie zusammen, auch wenn ihr noch nicht in einem Bett schlieft, solange ich das mitbekam. Doch du nähtest mir bereits meinen Rock um, so dass die Giraffen nicht auf mehr dem Kopf standen. Du warst ein Glücksgriff, wie ich immer dachte. Ulla wurde wieder fröhlicher und wir aßen immer öfter zusammen: Wie eine richtige Familie. Ich hatte es geschafft!
Schon bald verreisten wir auch gemeinsam, an die große Reise nach Marokko erinnere ich mich noch gut, wir besuchten mit dir meine Großmutter und zogen mit ihr nach Südfrankreich um. Ich durfte dich mittlerweile Klaus nennen und duzen, meine Großmutter nannte dich zwar auch Klaus aber sie siezte dich, während du sie Frau Galm nanntest und auch sieztest. Insgesamt war alles besser als früher. Meine Mutter litt zwar immer noch darunter, dass sie mir keinen richtigen Vater bieten konnte, aber ich war zufrieden und setzte alles daran diesen Zustand zu erhalten. Ja auch du strittest dich ab und an mit meiner Mutter, aber das war mit meinem leiblichen Vater auch so gewesen, nur bei euch flog kein Geschirr. Du wurdest mir ein Vater, wir waren eine Familie.
Und dann wurde es plötzlich und gleichzeitig schleichend anders. Es kam ein Abend, an dem meine Mutter weg musste, zu einem Termin, an sich nichts besonderes, das kam ab und an mal vor. Doch dieser Abend sollte so vieles verändern. Erinnerst du nicht noch, der Abend an dem alles begann. Ich sehe ihn noch wie heute vor mir, spüre noch den Stoff meines Nachthemdes auf der Haut, den Stoff der Tagesdecke, auf dem Bett meiner Mutter. Ich fühle auch noch die Gefühle von unangenehm bis Ekel. Mir ist dieser Abend noch so präsent, als sei er erst gestern gewesen. Der Abend an dem du mir eine große Schuld aufludst und mich in ein „Geheimnis“ verstricktes, aus dem es für mich kein Entrinnen mehr gab, bis heute.
Wir hatten Abendbrot gegessen und ich hatte mich „bettfertig“ gemacht, d.h. ich hatte mir mein Nachthemd angezogen und durfte ich noch die Nachrichten mit gucken, danach ging es traditionell ins Bett. Es war ein regulärer Abend, nur dass Ulla nicht anwesend war und du auf mich aufpasstest und als Erwachsener damit die Ansagen machtest. Alles verlief wie immer, nur hatte ich an diesem Abend Blähungen und pupste immer wieder vor mich hin und entschuldigte mich jedes Mal bei dir dafür. Irgendwann meintest du, du würdest mir einen Korken in den Po stecken, damit ich aufhöre. Beim nächsten Mal griffst du mir unter mein Nachthemd, ich war darunter nackend und du fummeltest an meinem Poloch herum. Ich fand es etwas unangenehm, lachte aber noch und balgte mit dir herum in dem Versuch mich von dir zu befreien. Doch du liest nicht mehr von dem imaginären Korken und meinem Po ab. Immer wieder überprüftest du meinen Hintern bzw. den Korken. Ich fühlte mich unwohl in meiner körperlichen Nacktheit unten herum und auch wollte ich nicht an so doofen Stellen, wie meinem Po und meiner Scheide angefasst werden. Das Spiel hörte aber auch nicht auf. Dann war es Zeit ins Bett zu gehen und ich beeilte mich ins Bad zu kommen, um mir noch schnell die Zähne zu putzen. Auf dem Rückweg, im Flur zu meinem Zimmer, fingst du mich erneut ab und griffst mir schon wieder unters Nachthemd. Ich wand mich und sagte dir auch irgendetwas, dass ich nicht mochte. Du fändest das doch auch doof. Ich tat so als wolle ich deine Hose öffnen und nestelte an seinem Gürtel herum. Dabei hätte ich mich nie getraut einem Erwachsenen einfach die Kleidung auszuziehen oder auch wegzunehmen. Doch irgendwie standst du plötzlich halbnackend, mit der Hose heruntergerutscht bis in die Kniekehlen, vor mir und dein Penis, so nannten die Großen ihren Pimmel, stand aufrecht vor mir. Die Situation war falsch, dass spürte ich instinktiv. Doch ich wusste nicht, was jetzt nicht stimmte und flüchtete erneut ins Bad.
Schon folgtest du mir und schnittest mir den Rückweg ab, indem du dich auf die Waschmaschine setztest und deine Beine auf das Waschbecken stelltest. Ich kam nicht weg! Und du saßest dort, noch immer mit heruntergelassener Hose und diesem riesigen Penis. Ich fand diese fleischige große Wurst eklig, sie war mir auch unheimlich und auch dieser schlaffe haarige Hautsack darunter, war einfach nur widerlich, fand ich.
Du verlangtest von mir, deinen Penis anzufassen und so, wie du es tatest, auf und ab zu streicheln. Ich wollte nicht. Ich flehte und bettelte dich an, es nicht tun zu müssen. Doch auch du betteltest und weintest fast. Du sagtest, dass es meine Schuld sei, dass dein Penis jetzt so groß sei. Du verlangtest von mir, dir zu helfen, damit der Pimmel wieder klein würde. Es war kaum zu ertragen für mich, dass du vor mir weintest. Ich wollte das nicht. Doch du liest mich nicht aus dem Bad heraus. Du versperrtest mir weiterhin den Ausgang. Dann verlegtest du dich auf Schimpfen mit mir, dass ich Schuld hätte an deinem großen Penis und dass ich mich nicht so anstellen solle. Schließlich wolle ich ja nicht, dass du es meiner Mutter erzähltest, was ich da angerichtet habe. Ich wusste nicht ein noch aus. Meine Mutter wollte ich keinen Kummer bereiten, in dem sie davon erfuhr, dass ich schon wieder eine Dummheit gemacht hatte. Jedes Mal wenn ich etwas Schlimmes gemacht hatte, oder keine guten Zensuren nach Hause brachte, war Ulla verzweifelt, schimpfte mit mir, drohte mit meiner Großmutter. Dann weinte sie und sagte, dass sie mich gar nicht mehr lieb haben könnte, wenn ich so schlecht sei. Das wollte ich auf keinen Fall, dass meine Mutter wieder verzweifelt war, wo sie sich doch immer so aufopferte für mich, wie sie regelmäßig betonte. Also gab ich irgendwann nach und war einverstanden dir zu helfen, wenn ich die fleischige Wurst nur nicht direkt anfassen musste. Also einigten wir uns auf eine leere Klopapierrolle und mit dieser Pappe umfasste ich dann deinen Penis. Es war mir so unangenehm, aber du hörtest wenigstens auf zu betteln und zu schimpfen. Außerdem war es ja meine Schuld, dass sein Penis so groß geworden war, also musste ich das tun. Gehorsam bewegte ich die Papprolle auf und ab. Das Gefühl in meiner Hand war unglaublich, die steife Pappe die unter dem Druck nachgab und darunter, da drinnen etwas lebendiges, fast wie ein Tier das man einquetscht. Außerdem sollte ich auch noch diesen haarigen Sack darunter anfassen, auch das wollte ich nicht. Du gabst dich dann mit einer Rundhaarbürste von dir zufrieden und ich musste dir die Haare dort unten nicht zu fest bürsten. Es dauerte eine Ewigkeit und mein Widerwillen wuchs, doch du hieltest meine Hand festumschlossen, so dass ich mich nicht entziehen konnte. Immer wenn ich bettelte, jetzt aufhören zu dürfen, verlangtest du, dass ich weiter machte, schließlich sei ich ja Schuld an allem. Hätte ich nicht gepupt, wäre dass alles nicht passiert. Nach einer gefühlten Ewigkeit flog plötzlich aus „deinem ekligen Tier“ in der Papprolle vorne mehrmals hintereinander etwas Weißes heraus, irgendeine Art Schleim, als hätte es aufs Waschbecken gepinkelt. Deine Körperspannung veränderte sich und auch dein Griff um meine Hand lockerte sich. Sofort entzog ich mich. Plötzlich liest du mich aus dem Bad und ich floh in mein Zimmer. Einige Zeit später kamst du zu mir ans Bett und wünschte mir wie immer, eine gute Nacht. Zusätzlich versprachst du mir meiner Mutter nichts davon zu erzählen, ich solle auch nichts sagen. Wir hatten jetzt ein Geheimnis und ein Geheimnis schützt man, in dem man darüber schweigt. Ich hatte gar keine Worte, für das, was ich an diesem erlebt hatte. Also schwieg ich und das für eine Ewigkeit.
Lange konnte ich an diesem Abend nicht einschlafen, ich war zu aufgewühlt. Das was ich erlebt hatte mit dir, fühlte sich nicht richtig an, aber du hattest ja gesagte, dass ich Schuld sei. Erwachsene hatten doch immer Recht, daran zweifelte ich nicht. Als ich hörte wie meine Mutter nach Hause kam, blieb ich still. Als sie in mein Zimmer guckte, stellte ich mich schlafend, was hätte ich ihr sagen sollen. So begann es damals, doch es sollte noch öfter passieren, dies war nur der Anfang und ich wusste glücklicherweise nicht wie bzw. das es weitergehen würde.
JVS
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Sonntag, 17. März 2019
Aufarbeitung des jahrelangen Missbrauchs an meinem Körper und meiner Seele
jvs, 13:23h
Ich schreibe diesen Blog, in der Hoffnung/ dem Glauben endlich meinen erlebten Missbrauch an mir aufzuarbeiten. Ich beschreite diesen Weg, weil ich nicht mehr daran glaube anders überleben/ LEBEN zu können. Es fühlt sich so an, als wäre dies meine letzte Chance. Entweder sterbe ich an diesem Missbrauch und sein Folgen oder ich gesunde endlich. Teile von mir sind wie abgespalten.
Meine große Scham, über das was mir angetan wurde hat mir mein Selbstbewusstsein geraubt, meine Selbstliebe zerstört, meine Gefühle absterben lassen und meine Achtung vor mir selber nie entstehen lassen.
Seit Jahren fresse ich alles in mich hinein. Jedes Gefühl, jeder Gedanke, jede Erinnerung, die in mir hoch kommen und jede Anschuldigung von außen die an mich herangetragen wird, führen dazu, dass ich weiteres Essen in mich hineinstopfe. Mittlerweile wiege ich über 170Kilo und ich merke, dass mein Körper, dies nicht mehr lange mitmacht.
Nachts kann ich nicht ohne Licht schlafen, da ich mich sofort orientieren muss, wenn ich wach werde. Die Angst vor einem unerwünschten Besucher in meinem Zimmer überfällt mich sonst im Dunkeln. Mittlerweile träume ich auch immer öfter:
- von den Vergewaltigungen, die mir in meiner Kindheit angetan wurden,
- von der Hilflosigkeit mich nicht wehren zu können,
- davon nicht gehört zu werden, wenn ich Signale der Hilflosigkeit aussende.
Ich schreibe dies nicht weil ich Mitleid will, ich schreibe um mich zu erklären. Mir und anderen zu erklären was die Scham und das Schweigen müssen mit mir gemacht haben, warum ich heute so bin wie ich bin.
Ich werde mich in Form von Briefen mit meinem Missbraucher /Vergewaltiger auseinanderzusetzen und mich zurückzuerinnern. Ebenso schreibe ich an meine Mutter, mit der eine Auseinandersetzung zu diesem Teil unseres Lebens nicht von ihr nicht gewollt ist. Sie ist auf dem Standpunkt, dass sie nichts mitbekommen hat und dass ich endlich aufhören soll, sie damit zu belästigen.
Ich werde aber auch versuchen, die Scham endlich abzustreifen und die dadurch entstanden Glaubenssätze zu entlarven, um endlich ein glückliches erfolgreiches Leben zu führen.
Entschuldigen möchte ich mich bei meiner Halbschwester, die ihren Vater nie kennengelernt hat, er starb ein halbes Jahr nach ihrer Geburt und bei meinem Stiefbruder. Beide haben noch nie etwas von dieser dunklen Seite ihres Vaters gehört, ganz im Gegenteil über Tote spricht man ja nichts Schlechtes.
Aber ihr beide seid jetzt erwachsen und habt eigene Familien gegründet.
Ich habe lange genug geschwiegen, auch weil mir gesagt wurde ich darf euch nicht belasten.
Doch ich halte meine Last nicht mehr aus.
Ich habe das Recht, die Wahrheit zu erzählen und nach über 45 Jahre des auferlegten Schweigens, denke ich jetzt an mich.
JVS
Meine große Scham, über das was mir angetan wurde hat mir mein Selbstbewusstsein geraubt, meine Selbstliebe zerstört, meine Gefühle absterben lassen und meine Achtung vor mir selber nie entstehen lassen.
Seit Jahren fresse ich alles in mich hinein. Jedes Gefühl, jeder Gedanke, jede Erinnerung, die in mir hoch kommen und jede Anschuldigung von außen die an mich herangetragen wird, führen dazu, dass ich weiteres Essen in mich hineinstopfe. Mittlerweile wiege ich über 170Kilo und ich merke, dass mein Körper, dies nicht mehr lange mitmacht.
Nachts kann ich nicht ohne Licht schlafen, da ich mich sofort orientieren muss, wenn ich wach werde. Die Angst vor einem unerwünschten Besucher in meinem Zimmer überfällt mich sonst im Dunkeln. Mittlerweile träume ich auch immer öfter:
- von den Vergewaltigungen, die mir in meiner Kindheit angetan wurden,
- von der Hilflosigkeit mich nicht wehren zu können,
- davon nicht gehört zu werden, wenn ich Signale der Hilflosigkeit aussende.
Ich schreibe dies nicht weil ich Mitleid will, ich schreibe um mich zu erklären. Mir und anderen zu erklären was die Scham und das Schweigen müssen mit mir gemacht haben, warum ich heute so bin wie ich bin.
Ich werde mich in Form von Briefen mit meinem Missbraucher /Vergewaltiger auseinanderzusetzen und mich zurückzuerinnern. Ebenso schreibe ich an meine Mutter, mit der eine Auseinandersetzung zu diesem Teil unseres Lebens nicht von ihr nicht gewollt ist. Sie ist auf dem Standpunkt, dass sie nichts mitbekommen hat und dass ich endlich aufhören soll, sie damit zu belästigen.
Ich werde aber auch versuchen, die Scham endlich abzustreifen und die dadurch entstanden Glaubenssätze zu entlarven, um endlich ein glückliches erfolgreiches Leben zu führen.
Entschuldigen möchte ich mich bei meiner Halbschwester, die ihren Vater nie kennengelernt hat, er starb ein halbes Jahr nach ihrer Geburt und bei meinem Stiefbruder. Beide haben noch nie etwas von dieser dunklen Seite ihres Vaters gehört, ganz im Gegenteil über Tote spricht man ja nichts Schlechtes.
Aber ihr beide seid jetzt erwachsen und habt eigene Familien gegründet.
Ich habe lange genug geschwiegen, auch weil mir gesagt wurde ich darf euch nicht belasten.
Doch ich halte meine Last nicht mehr aus.
Ich habe das Recht, die Wahrheit zu erzählen und nach über 45 Jahre des auferlegten Schweigens, denke ich jetzt an mich.
JVS
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